KALAMITÄTSJAHR 2017: GEMEINSAME LÖSUNGEN RÜSTEN DEN SEKTOR FÜR DIE ZUKUNFT

Wien, 29. September 2017 – Mit einem Außenhandels-überschuss von 4,16  Mrd. Euro lag der Holzsektor im Jahr 2016 deutlich über dem langjährigen Durchschnitt und weist zum Vorjahr ein Plus von 8% aus. Nur im Jahr 2007 war das Ergebnis mit 4,18 Mrd. Euro einen Hauch besser. Holzprodukte sind für Österreichs Wirtschaft die zweitwichtigsten Devisenbringer. Im schwierigen Kalamitätsjahr 2017 schaffen die Marktpartner neue Lösungsansätze und rüsten den Sektor damit ökonomisch und ökologisch weiter für die Zukunft.

Sowohl Import als auch Export gesteigert
Importen im Wert von 5,73 Mrd. Euro standen im Jahr 2016 Exporten von 9,89 Mrd. Euro gegenüber. Zum Vergleich: Im Jahr 2015 betrug der Gesamtwert der Einfuhren von Waren der Holzbranche 5,61 Mrd. Euro, die Ausfuhren wiesen im gleichen Zeitraum einen Wert von 9,46 Mrd. Euro auf, woraus sich ein Handelsbilanz-Überschuss von 3,85 Mrd. Euro ergab.

Papier und Papierwaren sind der größte Exportposten des Sektors
Von den Exporten der Holz verarbeitenden Branche entfielen im Jahr 2016 rund 4,97 Mrd. Euro auf Papierwaren (Papier, Pappe, Viskose usw.), 3,08 Mrd. Euro auf Holz und Holzwaren (inklusive Schnittware), 0,94 Mrd. Euro auf Span- und Faserplatten, 0,58 Mrd. Euro auf Möbel sowie 0,32 Mrd. Euro auf Zellstoff und Holzstoff.

Holzbranche ist nach Fremdenverkehr Österreichs größter Exportfaktor
In Summe konnte im Jahr 2016 der Exportüberschuss des Holzsektors gegenüber 2015 um 310 Mio. Euro (8 %) gesteigert werden. Die Ausfuhren erhöhten sich wertmäßig um 430 Mio. Euro (4,5 %), während die Einfuhren um 120 Mio. Euro (2,1 %) zulegten. Nach Berechnungen der Statistik Austria liegt das Passivum der gesamten österreichischen Handelsbilanz für 2016 bei 4,4 Mrd. Euro. In der Leistungsbilanz liegt die Holzbranche nach dem Fremdenverkehr mit 8,8 Mrd. Euro an zweiter Stelle.

Holz als Exportschlager
“Die Wertschöpfungskette Holz gab auch 2016 wieder ein kräftiges Lebenszeichen von sich.  Unser Sektor ist traditionell sehr außenhandelsorientiert. Die Holzindustrie weist einen Exportanteil von 70% auf, die Papier- und Zellstoffindustrie exportiert sogar bis zu 85% ihrer Produktion. Holz wird zunehmend zu einem österreichischen Exportschlager. Eng damit verbunden sind auch das hohe internationale Ansehen der heimischen Forstwirtschaft und das enorme Know-How der österreichischen Holzindustrie im mehrgeschossigen Holzbau. Die Erholung der Weltwirtschaftskonjunktur belebt auch die österreichischen Absatzmärkte und erschließt zunehmend neue”, betonte ÖKR Rudolf Rosenstatter, FHP-Vorsitzender und Obmann des Waldverbandes Österreich.

Holz: Sicherer Arbeitsplatz für 300.000 Arbeitnehmer
“Die seit Jahren stabilen Werte in der Außenhandelsbilanz der Wertschöpfungskette Holz tragen zur Sicherung von rund 300.000 Arbeitsplätzen in der Forstwirtschaft und Holzverarbeitung bei. Dies gilt vor allem im ländlichen Bereich und in Regionen, die mit strukturellen Problemen zu kämpfen haben”, unterstrich Rosenstatter.

Partnerschaftlicher Schulterschluss führt zu Lösungsansätzen für die Zukunft
„Das Jahr 2017 wird für den Forst- und Holzsektor als sehr schwierig in Erinnerung bleiben. Es sind – auch jenseits der Landesgrenzen – größere Windwürfe zu bewältigen. Ganz besonders macht uns aber eine außergewöhnlich, Borkenkäferkalamität zu schaffen, die punktuell sogar verheerende Ausmaße angenommen hat. In dieser Ausnahmesituation haben aber Forstwirtschaft, sowie Holz- und Papierindustrie gemeinsam höchste Anstrengungen unternommen, die Situation partnerschaftlich, Schulter an Schulter, zu bewältigen. Wir haben dabei miteinander viel gelernt und rüsten uns jetzt mit verbesserten Strategien für die Zukunft.  Dazu gehören beispielsweise eine frühzeitige Information der Marktpartner, ein verdichtetes Borkenkäfer-Monitoringsystem und vor allem die Verbesserung der Logistikströme. So schwierig die Situation auch war, jetzt sehen wir bereits wieder Licht am Ende des Tunnels“, erläutert Mag. Herbert Jöbstl, Präsident der österreichischen Sägeindustrie und stellvertretender FHP-Vorsitzender.

 

 

 

 

 

 

*Das Kooperationsabkommen FHP (Forst Holz Papier) repräsentiert rund 172.000 Familienunternehmen. Mit einem Produktionswert von 12 Mrd. Euro gehört der Holzsektor zu den bedeutendsten Wirtschaftsbranchen in Österreich. FHP ist als nationale Branchenplattform in Europa einzigartig.

Rückfragehinweis
Kooperationsplattform Frost Holz Papier (FHP)
Gen.Sekr. Mag. Hermine Hackl
Tel. 01/4020112-900; Mobil 0664/85 99 409
Email: hackl@forstholzpapier.at

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