Der gestiegene Privatkonsum und die von der globalen Wirtschaftsentwicklung profitierende österreichische Exportwirtschaft führten in Österreich im ersten Quartal 2017 zum stärksten Wirtschaftswachstum seit sechs Jahren.

Bei anhaltend guten Absatzmöglichkeiten auf den Schnittholzmärkten ist die Stimmung der österreichischen Sägeindustrie gut. Die Werke sind bei deutlich reduzierten Rundholzlagern voll aufnahmefähig. Dementsprechend rege ist auch die Nachfrage nach gesundem Frischholz. Das bereitgestellte Holz wird zügig abgefahren und rasch übernommen. Die Preise für das Leitsortiment Fichte B, 2b liegen aktuell zwischen € 87,- und € 97,- je FMO. Die Nachfrage nach Kiefer ist verhalten, die Nachfrage nach Lärche hingegen unverändert rege.

Die Zellstoff-, Papier- und Plattenindustrie sind sehr gut mit Nadelindustrierundholz bevorratet. Die Nachfrage nach Schleifholz ist derzeit gut. Ab 30. Juni 2017 verarbeitet die Papierfabrik Laakirchen aufgrund einer Produktionsumstellung dieses Sortiment jedoch nicht mehr. Durch die jetzt noch verstärkt stattfindenden Anlieferungen kann es aber dort zu Verzögerungen bei der Holzübernahme kommen. Das Sortiment wird jedoch auch weiterhin für die Versorgung anderer Standorte eingekauft. Der Absatz von Nadelfaserholz verläuft im üblichen Rahmen, die Anlieferung ist teilweise kontingentiert. Dies gilt gleichermaßen für Plattenholz, wobei die Holzart Esche wegen des nach wie vor sehr hohen Kalamitätsanfalles besonders betroffen ist. Rotbuchenfaserholz wird bei gleichbleibenden Preisen stabil nachgefragt.

Jahreszeitlich bedingt verläuft der Energieholzmarkt ruhig. Mengen guter Qualität können zusätzlich zu den Vertragsmengen abgesetzt werden. Die Sommermonate sollten von Verkäufer und Käufer genutzt werden, um ausreichend Brennholzvorräte für die kommende Heizperiode anzulegen.

Aufgrund regional sehr ausgeprägter Niederschlagsdefizite und überdurchschnittlicher Temperaturen im Mai und Juni kann keine Entwarnung in Bezug auf die Borkenkäfersituation gegeben werden. Regelmäßige Kontrollen und rasche Aufarbeitung befallener Bäume werden dringend angeraten.

Alle angegebenen Preise beziehen sich auf den Zeitraum Ende Mai bzw. Anfang Juni 2017 und sind Nettopreise, zu denen die Umsatzsteuer zuzurechnen ist. Für den Holzverkauf an Unternehmer gelten folgende Steuersätze: bei Umsatzsteuerpauschalierung für alle Sortimente 13 %, bei Regelbesteuerung sind für Energieholz/Brennholz 13 % und für Rundholz 20 % anzuwenden.

Holzmarktbericht Juni 2017
Holzpreise Juni 2017
Preisentwicklung Juni 2017

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