Trotz Anzeichen, dass die US-Konjunktur ihren Höhepunkt bereits überschritten hat, wird laut Experten die derzeit positive Wirtschaftsentwicklung im Euro-Raum bzw. in Österreich weiterhin anhalten.

Dementsprechend findet die österreichische Sägeindustrie nach wie vor gute Absatzmöglichkeiten auf den Schnittholzmärkten vor. Infolgedessen ist die Nachfrage nach frischem Nadelsägerundholz bei unterschiedlicher Bevorratung rege. Fallweise kann es zu Engpässen bei Rundholzfrächtern kommen. Grundsätzlich jedoch werden bereitgestellte Sortimente rasch abgeführt und zügig übernommen. Dies gilt derzeit auch für angefallenes Schadholz, verursacht durch die Unwetter der letzten Wochen. Das regional sehr ausgeprägte Niederschlagsdefizit, in Kombination mit geringer Winterfeuchtigkeit, hat die Borkenkäferanfälligkeit der Bestände deutlich erhöht. Dementsprechend ist auch ein Anstieg von Käferholzmengen zu verzeichnen. Die Preise für das Leitsortiment Fichte B, 2b liegen aktuell zwischen € 89,- und € 97,- je FMO. Die Nachfrage nach Kiefer ist verhalten, die Nachfrage nach Lärche hingegen unverändert rege.

Die Standorte der Zellstoff-, Papier- und Plattenindustrie sind sehr gut mit Nadelindustrierundholz sowie anfallenden Sägenebenprodukten bevorratet. Trotz Aufnahmestopp von Schleifholz im Werk Laakirchen, aufgrund einer Produktionsumstellung, sind derzeit kaum Auswirkungen auf dem Holzmarkt spürbar. Schleifholz wird weiterhin teilweise rege nachgefragt. Der Absatz von Nadelfaserholz und Plattenholz verläuft im üblichen Rahmen, die Anlieferung ist teilweise kontingentiert. Grundsätzlich wird aber seitens der Industrie volle Aufnahmefähigkeit für heimisches Holz signalisiert. Rotbuchenfaserholz wird unverändert zum Vormonat bei gleichbleibenden Preisen stabil nachgefragt.

Ebenso ist am Energieholzmarkt im Vergleich zum Vormonat keine Veränderung zu verzeichnen. Jahreszeitlich bedingt herrscht wenig Dynamik. Auch bei Energieholz ist auf kundenorientierte Sortierung und Zusammensetzung zu achten.

Die zweite Käfergeneration ist bereits ausgeflogen bzw. kurz vor ihrem Ausflug. Kontinuierliche Kontrolle sowie rasche und sorgfältige Aufarbeitung von frisch befallenen Bäumen wird dringend empfohlen.

Alle angegebenen Preise beziehen sich auf den Zeitraum Ende Juni bzw. Anfang Juli 2017 und sind Nettopreise, zu denen die Umsatzsteuer zuzurechnen ist. Für den Holzverkauf an Unternehmer gelten folgende Steuersätze: bei Umsatzsteuerpauschalierung für alle Sortimente 13 %, bei Regelbesteuerung sind für Energieholz/Brennholz 13 % und für Rundholz 20 % anzuwenden.

Holzmarktbericht Juli 2017
Holzpreise Juli 2017
Preisentwicklung Juli 2017

 

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