Wien, 12. Oktober 2017, Waldverband Österreich – Individual-, Güter- oder Kommunalverkehr – die Elektromobilität gewinnt in allen Bereichen zunehmend an Bedeutung. Das vom Verkehrs- und Lebensministerium für 2017/18 ins Leben gerufene „Aktionspaket zur Förderung der E-Mobilität mit erneuerbarer Energie in Österreich“ soll die Mobilitätswende aktiv vorantreiben. Dabei wird nicht nur die Anschaffung von E-Fahrzeugen sondern sinnvollerweise auch der Aufbau der Ladestationen gefördert. Woher kommt aber der für E-Mobilität dringend benötigte erneuerbare Strom, wenn heimische Holzkraftwerke aufgrund fehlender Nachfolgeregelungen im Ökostromregime geschlossen werden müssen?

Gesamtsystemhafte Betrachtung – Holz gewinnt

Biomassekraftwerke müssen klare umweltrelevante Kriterien erfüllen, um Förderungen lukrieren zu können. Dazu gehört auch eine gesetzliche Mindesteffizienzvorgabe von 60%. Demgegenüber stehen wettbewerbsverzerrende Milliardensubventionen für klimabelastende Kohlekraftwerke und hochriskante Atommeiler die auf Kosten der Umwelt Strom erzeugen und bedingungslos ins Netz jagen.

Für eine objektive Beurteilung müssen Energiesysteme gesamthaft bewertet werden. Bei dieser gesamtheitlichen Betrachtung zeigen Biomasseanlagen erhebliche Vorteile. „Ein weitgehend geschlossener CO2-Kreislauf, ungefährliche und einfache Lagerfähigkeit, jederzeitige Verfügbarkeit, keine Abhängigkeit von Wind und Wetter, eine dezentrale Erzeugung und damit eine Stärkung der regionalen Wirtschaftskraft im ländlichen Raum – unsere Holzkraftwerke stehen für eine bedarfsgerechte Energie- und Wärmeversorgung“, unterstreicht Ök.-Rat Rudolf Rosenstatter, Obmann Waldverband Österreich. Rosenstatter fordert die Politik auf, den Erhalt und Weiterbetrieb von etablierten Anlagen durch eine rasche und zukunftsweisende Ökostromgesetzesnovelle zu sichern. Auf die Bereitstellung von Ökostrom für 600.000 Haushalte und zusätzliche regionale Wärmeversorgung im Ausmaß von 450 Mio. Liter Heizöl kann nicht verzichtet werden.

Holzkraftwerke sicher und ungefährlich

Auch das Argument, die heimische Ökostromförderung sei zu teuer, ist bei einer gesamtheitlichen Betrachtung rasch entkräftet. Alleine die kolportierten Kosten für die drei folgenschwersten Umweltkatastrophen – Tschernobyl, Deepwater Horizon und zuletzt Fukushima – liegen bei über 520 Mrd. Dollar. Etwaige Folgekosten von Erkrankungen bleiben dabei unberücksichtigt. Derzeit eskalieren wieder die Katastrophenmeldungen zu den französischen und belgischen Atomkraftwerken. 20 der 58 französischen Atomkraftwerke mussten wegen verschiedenster Sicherheitsprobleme kurzfristig abgestellt werden.

„Die Kosten der Ökostromförderung betragen für einen Österreichischen Durchschnittshaushalt mit einem Jahresverbrauch von 3.500 Kilowattstunden (kWh) rund 100 Euro pro Jahr. Ich bin davon überzeugt, dass die Österreicherinnen und Österreicher zum Wohle der eigenen Sicherheit und dem Schutz vor Klimakatastrophen gerne bereit sind, diesen Beitrag zu leisten. Denn sie wissen, wer Ökostrom abdreht, dreht Atomstrom auf“, ist Rudolf Rosenstatter überzeugt.

www.stromausbiomasse.at

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